Seite wählen

Wie geht ihr bzgl. unseres Projekts mit negativen Reaktionen auf Social Media um?

Meistens erreicht uns sehr positives Feedback. Aber manchmal passiert es leider auch, dass Menschen verärgert oder wütend sind. Dann versuchen wir, auf den Kommentar in einer persönlichen Nachricht einzugehen. Unangenehme Posts löschen wir nicht. Wir wollen nichts unterdrücken. In der Regel lässt sich auch das meiste auf der persönlichen Ebene klären und es stellt sich heraus, dass alles nur ein Missverständnis war.

Was war die berührendste Nachricht, die dich über die Helfen.Berlin-Kanäle erreicht hat?

Einmal hatte ein User die Sinnhaftigkeit des Projekts in Zweifel gezogen. Er hatte gefragt, ob Gutscheine den Cafés und Restaurants wirklich helfen und das Problem mit der Zahlungsunfähigkeit nicht nach hinten verschieben würden. Daraufhin hat sofort einer der Lieblingsorte geantwortet und ausführlich erklärt, wie und warum das Projekt vielen Orten gerade jetzt sehr helfen würde. Die Plattform schafft Aufmerksamkeit für das Problem und die Gutscheine sichern das Geld, was gerade jetzt dringend gebraucht wird. Dass ein Lieblingsort uns von sich aus verteidigt hat, zeigt wie wichtig es ist, was wir machen.

Wie bist du dazu gekommen, dich für Helfen.Berlin zu engagieren?

Ich arbeite neben meinem Studium beim Chamäleon Theater an der Bar. Als es wegen der Pandemie schließen musste, hat sich das Chamäleon bei Helfen.Berlin angemeldet. Dadurch wurde auch ich auf die Plattform aufmerksam und so bin ich direkt mit dem Team in Kontakt gekommen.

Was hat dich von dem Projekt überzeugt?

Ich finde es toll, dass so viele unterschiedliche Orte sich auf Helfen.Berlin anmelden können. Wir helfen nicht nur Restaurants und Cafés, sondern auch Menschen, von denen man leicht vergessen könnte, dass auch sie in der derzeitigen Situation nicht arbeiten können, wie zum Beispiel Klavierlehrer. Außerdem finde ich es wichtig, dass Besucher und ihre Lieblingsorte in Kontakt bleiben. Zwischen ihnen wird ein direktes und intimes Verhältnis hergestellt, was allen Seiten hilft.

Was vermisst du, während der Ausgangsbeschränkungen besonders?

Ich bin ein sehr aktiver und kommunikativer Mensch. Normalerweise bin ich immer viel in der Stadt unterwegs. Deshalb vermisse ich die Straße als einen Ort, wo ich mit anderen Menschen in Kontakt treten kann, besonders.